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Los geht's

Aus dem Jakobsweg von Wurzen nach Santiago de Compostela

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Kathrin Lehne und ihr Mann Gerald sind auf dem Jakobsweg in Etappen nach Santiago de Compostela gepilgert. 3335,8 Kilometer legte das Ehepaar zurück.


Kathrin Lehne ist die Wirtin des Landgasthofs Dehnitz, serviert dort vorzugsweise Wildgerichte. Gerald Lehne ist ein ziemlich hohes Tier im Landratsamt.

Und beide wandern eigentlich ungern.

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Vor zehn Jahren beschloss das Paar, pilgern zu gehen. Von Görlitz bis Wurzen. Eine ganze Woche lang.

Irgendwie wurde daraus dann mehr.

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Gerald Lehne auf dem Jakobsweg neben einem uralten Baum.
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Die Muschel ist das Sinnbild des Pilgerweges. Wie die Strahlen der Sonne treffen sich die Linien fächerartig in einem Punkt, symbolisieren, dass viele Wege nach Santiago de Compostela führen.

In zehn Etappen gelangte das Paar ans Ziel. Zwei Wochen nahmen sich die Dehnitzer jeweils Zeit, um ein neues Stück des Weges abzulaufen.


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Gerald Lehne auf dem Jakobsweg neben einem uralten Baum.
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Auf dem Weg geht es international zu. Babylonisches Sprachengewirr allerorten –
und überall Musik.

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Unvergesslich war die Überquerung der Pyrenäen, der Aufstieg von 200 auf 1400 Meter. Es regnete. Es war dunkel. Und steinig. Tränen kullerten. Die Frage kam auf, wieso in Gottes Namen man sich das eigentlich antue.

An anderen Tagen schien die Sonne. In den Weinbergen erwartete der kultige Marcelino die Muldentaler. Der ältere Herr mit weißem Rauschebart gilt als Star am Jacobsweg und segnet alle Pilger.a

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Der Rucksack wurde immer leichter, die Beine immer schwerer. Als die Füße zusätzlich heftig schmerzten, schlüpfte Kathrin Lehne für die nächsten Kilometer in eine Art Badelatschen.

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Camino
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Auch wenn im dünn besiedelten französischen Teil der Strecke die ausgewiesene Herberge mal nicht mehr existiert, warte im Hinterland eine umso nettere Bleibe, erinnert sich Gerald Lehne:

Schwierig seien vor allem die Städte, erinnert sich Wirtin Kathrin: „Ob in Nevers oder Logrono – es riecht nach Abgasen, es ist laut und nicht immer gut ausgeschildert.“

Mit „Buen Camino“ wünschen sich die Pilger – einen guten Weg.

Camino
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Nach zehn Jahren haben beide den Endpunkt erreicht: In der Kathedrale von Santiago erlebten sie, wie mehrere muskelbepackte Männer das anderthalb Meter große und 53 Kilo schwere Weihrauchfass per Seil durchs riesige Kirchenschiff wuchteten.a

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Die Pilgerhefte füllten sich nach und nach mit Stempeln. Und so bekamen sie am Ziel stilechte Urkunden.

Statt der verdienten Goldmedaillen gönnten sich die Rand-Wurzener neue Eheringe. Rau und robust, wie die zurück gelegte Strecke.

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Text: Haig Latchinian
Fotos und Videos: Ehepaar Lehne
Produktion: Gina Apitz

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