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Mein Viertel - Connewitz

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Auf Streifzug durch den Kiez: In der Serie „Mein Viertel“ führen Leipziger durch ihren Stadtteil, zeigen Lieblingsplätze und Schandflecken. In Teil 10 spaziert Virtual-Reality-Fan Paul durch das belebte Connewitz.

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Paul ist in Connewitz bekannt wie ein bunter Hund – und das nicht nur wegen seiner auffälligen Kleidung. Neonfarben, kurze Sporthosen und Tattoos sorgen für einen deutlichen Wiedererkennungswert. Seine Frisur erinnert an Commander Spock aus Star Trek. Seinen vollen Namen will er lieber nicht nennen - aus Angst vor Diskriminierung und weil er „keinem klassischen Rollenbild“ entspricht. Der 34-Jährige lebt seit mehr als 15 Jahren im Leipziger Süden, fünf davon in Connewitz.

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Paul wohnt hier, weil er den alternativen Lebensstil schätzt. „Hier passiert subkulturell viel – egal ob Punk oder Hardcore. Es gibt viele spannende politische Entwicklungen und interessante Veranstaltungsorte.“

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Paul betreibt mit einem Freund zusammen einen Virtual-Reality-Laden in der Wolfgang-Heinze-Straße.
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Auf der Straße selbst reiht sich ein Späti an den anderen. Nachts rausgehen, sich einfach dazu gesellen – das gefällt ihm. „Klar, das gibt es auch in jedem anderen Viertel. Aber für mich komprimiert sich das hier so extrem“, sagt er.

Gemeinsam mit einem Freund betreibt der 34-jährige Connewitzer einen Virtual-Reality-Laden in der Wolfgang-Heinze-Straße. Es ist der Ausgangspunkt unseres Spaziergangs durchs Viertel. Spielerisch erleben Besucher in einem nostalgisch eingerichteten Raum unterschiedliche Welten mit speziellen Brillen.

„Das fängt beim Schießen mit Pfeil und Bogen an und geht bis zu Escape Rooms oder Horrorspielen. Anders als vor dem Rechner steht der Spieler mitten im Geschehen und handelt aktiv“, erklärt er.



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Paul betreibt mit einem Freund zusammen einen Virtual-Reality-Laden in der Wolfgang-Heinze-Straße.
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Paul erklärt, was Besucher in seinem Virtual-Reality-Laden erleben können.

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Paul über Vor- und Nachteile von Connewitz.

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Zu Fuß geht es dann in die Koburger Straße um die Ecke. In einem weitläufigen Hof mit viel Grün erstreckt sich das Kulturzentrum „Conne Island“: Hier sitzen die Connewitzer bei einem Bierchen zusammen, treffen sich Graffiti-Sprayer und Skater. In der Location fnden auch regelmäßig Konzerte statt: Die  „Toten Hosen“ waren schon öfter hier. 

Dieser Ort ist für Paul seit 15 Jahren der Dreh- und Angelpunkt in Connewitz. Gute Musik, gutes Essen, guter Kaffee: „Ob sozial oder kulturell gesehen – es ist der Ort, an dem ich am liebsten meine Zeit verbringe.“

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Paul erklärt, warum er den größten Teil seiner Zeit im „Conne Island“ verbringt.

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Über die Wolfgang-Heinze-Straße spaziert Paul  zum nahe gelegenen Herderpark. Dieser Fleck in Connewitz spiegelt für ihn den Alltag im Stadtteil wider.

Auf dem Spielplatz im Park treffen sich Familien mit ihren Kindern, wenn es sonnig ist, liegen junge Leute auf der großen Wiese. „Hier muss niemand ein schlechtes Gewissen haben, wenn er am Rand steht und am Nachmittag gemütlich ein Bier trinkt, während die Kinder spielen.

Hier treffen Menschen aller Couleur aufeinander. Niemand wird schief angeguckt und alles funktioniert.“

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Unser Streifzug durch Connewitz geht weiter über die Bornaische Straße, zum „Pivo“, einer Fußballkneipe. Hier ist Paul ab und an, um abends ein Bier zu trinken.

Eigentlich mag er das Spiel um das runde Leder überhaupt nicht. Trotzdem verbringt er hier gern seine Zeit. „Hier gucken die Leute Fußball, ohne sich sexistische Sprüche anhören zu müssen oder pöbelnde Proleten zu erleben.“

Besonders hebt er die Veranstaltungen in der Kneipe hervor: Lesungen, Vorträge und Filmabende gibt es ab und an. „Ich kenne keine andere Fußballkneipe, in der Vorträge laufen, die den Sport auch kritisch beleuchten.“

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Darum mag Paul die Fußballkneipe „Pivo“.

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Vom Pivo geht es direkt zur Feministischen Bibliothek „Monaliesa“ im Haus der Demokratie an der Bernhard-Göring-Straße.

Die Bücherei ist seiner  Meinung nach ein wichtiger Ort in Connewitz. „Die Monaliesa ist bezeichnend für unseren Stadtteil“, sagt er.

Anne Richter arbeitet dort als Bibliothekarin. Nach ihrer Meinung ist Feminismus ein Projekt, das alle angeht: „Die Bibliothek richtet sich nicht ausschließlich an Frauen“, sagt sie.

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Anne Richter, Mitarbeiterin der Biblitohek „Monaliesa“ , erklärt, warum sich der Ort nicht nur an Frauen richtet.

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An einer Neubau-Ecke spricht Paul die Veränderung des Stadtteils an. Es sei ruhiger geworden in und um Connewitz. Und der Stadtteil werde immer attraktiver.

„Viele Menschen kaufen Bauland und stellen meines Erachtens hässliche Häuser hin, die sich absolut nicht ins Stadtteilbild einfügen.“

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Prinzipiell sei es ihm egal. „Wenn nur die Mieten für diese totsanierten Häuser nicht exorbitant steigen würden und Grünflächen wie der Leopoldpark nicht dafür hinhalten müssten.“

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Text, Video-Interviews und Produktion: Maria Sandig
Fotos und Videos: Dirk Knofe
Logo: Patrick Moye
Schnitt: Marvin Christmann (Leipzig Fernsehen)
Konzept: Gina Apitz

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